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Nachricht vom 08.02.2010

"Die Durchsetzung von Gleichstellung in Unternehmen ist möglich, wenn das Management einen systematischen und maßgeschneiderten Ansatz verfolgt, um herauszufinden, was Frauen von ihrem jeweiligen Karrierepfad im Unternehmen abbringt", sagt Orit Gadiesh, Global Chairman von Bain & Company und Mitautorin der Studie. "Wichtig ist, die jeweiligen Spezifika des Unternehmens zu verstehen. Um wie viele Frauen geht es, wo steigen sie typischerweise aus ihrer Karriere aus und wie funktioniert die Besetzung von Führungspositionen? Man kann dieses Thema nicht angehen, wenn man es nicht untersucht hat."
Die Studienergebnisse zeigen, dass viele Unternehmen nicht genügend Daten sammeln, um das Erreichen ihrer Gleichstellungsziele messen und steuern zu können. Weniger als 20 Prozent der Befragten wissen, ob ihr Unternehmen geschlechtsspezifische Daten wie die Anzahl eingestellter, beförderter oder langjährig im Unternehmen tätiger Frauen überhaupt erhebt. Die Autoren der Studie sind der Meinung, dass die Unternehmen zunächst die Bedeutung genauer Messmethoden der Gleichstellung erkennen müssen, um dann den nächsten Schritt zu gehen: das Monitoring des Fortschritts in der Gleichstellung über alle Ebenen der Organisation hinweg.
Viele Unternehmen involvieren ihre Mitarbeiter nicht in die Planung und Gestaltung ihrer Gleichstellungsprogramme und informieren auch zu wenig darüber. Rund 60 Prozent aller Befragten berichteten, dass ihr Unternehmen bei der Entwicklung seiner Gleichstellungsinitiative keinen Input von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eingefordert habe. Zehn Prozent sagen, dass ihr Unternehmen keinen formalen Feedbackkanal und keine Gelegenheit für einen offenen Dialog besitze.
Das Ausmaß an Zeit und Energie, die Männer und Frauen für Heim und Familie aufwenden, unterscheidet sich noch immer sehr stark. Obwohl dieses Ergebnis der Studie nicht überrascht, so unterstreicht es dennoch die Hürden für die berufliche Gleichstellung der Frauen:
Über die Studie
Die weltweite Umfrage "Gender Parity in the Workplace" wurde zwischen dem 6. und 13. Januar 2010 durchgeführt und von 1.834 Fach- und Führungskräften beantwortet. Ziel der Befragung ist es, die Perspektiven der Gleichstellung am Arbeitsplatz besser zu verstehen.
Mehr als die Hälfte der Befragten bezeichnete sich selbst als "Senior Manager" oder "Executive", etwa 75 Prozent waren weiblich. Die Studie kann bei leila.kunstmann@bain.com bestellt werden. Gerne vermitteln wir Ihnen auch Gesprächs- oder Interviewpartner zum Thema.
Quelle: dpa
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Gleichstellungsprogramme in Unternehmen versagen
StudieNachricht vom 08.02.2010

- Die Wahrnehmung der beruflichen Gleichstellung bei Männern und Frauen ist weiterhin sehr unterschiedlich
- Mangelndes Engagement des Managements ist größte Gleichstellungsbarriere
"Die Durchsetzung von Gleichstellung in Unternehmen ist möglich, wenn das Management einen systematischen und maßgeschneiderten Ansatz verfolgt, um herauszufinden, was Frauen von ihrem jeweiligen Karrierepfad im Unternehmen abbringt", sagt Orit Gadiesh, Global Chairman von Bain & Company und Mitautorin der Studie. "Wichtig ist, die jeweiligen Spezifika des Unternehmens zu verstehen. Um wie viele Frauen geht es, wo steigen sie typischerweise aus ihrer Karriere aus und wie funktioniert die Besetzung von Führungspositionen? Man kann dieses Thema nicht angehen, wenn man es nicht untersucht hat."
Die Studienergebnisse zeigen, dass viele Unternehmen nicht genügend Daten sammeln, um das Erreichen ihrer Gleichstellungsziele messen und steuern zu können. Weniger als 20 Prozent der Befragten wissen, ob ihr Unternehmen geschlechtsspezifische Daten wie die Anzahl eingestellter, beförderter oder langjährig im Unternehmen tätiger Frauen überhaupt erhebt. Die Autoren der Studie sind der Meinung, dass die Unternehmen zunächst die Bedeutung genauer Messmethoden der Gleichstellung erkennen müssen, um dann den nächsten Schritt zu gehen: das Monitoring des Fortschritts in der Gleichstellung über alle Ebenen der Organisation hinweg.
Viele Unternehmen involvieren ihre Mitarbeiter nicht in die Planung und Gestaltung ihrer Gleichstellungsprogramme und informieren auch zu wenig darüber. Rund 60 Prozent aller Befragten berichteten, dass ihr Unternehmen bei der Entwicklung seiner Gleichstellungsinitiative keinen Input von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eingefordert habe. Zehn Prozent sagen, dass ihr Unternehmen keinen formalen Feedbackkanal und keine Gelegenheit für einen offenen Dialog besitze.
Das Ausmaß an Zeit und Energie, die Männer und Frauen für Heim und Familie aufwenden, unterscheidet sich noch immer sehr stark. Obwohl dieses Ergebnis der Studie nicht überrascht, so unterstreicht es dennoch die Hürden für die berufliche Gleichstellung der Frauen:
- Rund 90 Prozent sowohl der Männer als auch der Frauen geben an, dass der Hauptverdiener eines Haushalts ebenso männlich wie weiblich sein kann. Doch während 80 Prozent der Frauen auch glauben, dass jeder der beiden Partner die Kindererziehung übernehmen könne, sagen dies nur 56 Prozent der Männer.
- Knapp über die Hälfte beider Geschlechter (53 Prozent der Männer und 59 Prozent der Frauen) geben an, persönlich zu Karriereopfern bereit zu sein. Über den Partner sagen dies jedoch fast 80 Prozent der Männer, aber nur 45 Prozent der Frauen.
- Frauen berichteten doppelt so häufig, einen Karrierebruch oder eine berufliche Auszeit in Kauf genommen zu haben und dreimal so häufig, Teilzeitarbeit angenommen zu haben.
Über die Studie
Die weltweite Umfrage "Gender Parity in the Workplace" wurde zwischen dem 6. und 13. Januar 2010 durchgeführt und von 1.834 Fach- und Führungskräften beantwortet. Ziel der Befragung ist es, die Perspektiven der Gleichstellung am Arbeitsplatz besser zu verstehen.
Mehr als die Hälfte der Befragten bezeichnete sich selbst als "Senior Manager" oder "Executive", etwa 75 Prozent waren weiblich. Die Studie kann bei leila.kunstmann@bain.com bestellt werden. Gerne vermitteln wir Ihnen auch Gesprächs- oder Interviewpartner zum Thema.
Quelle: dpa
Aktuelle News, Checklisten und Mustervorlagen zur Personalarbeit im kostenfreien Forum unter: www.personalerinfo.de
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