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Die Zahl der Arbeitslosen in Ostdeutschland ist im Juni zum ersten Mal in diesem Jahr unter die Marke von einer Million gesunken. Seit Mitte 1991 war dies überhaupt erst zweimal der Fall: Im Oktober und November des vergangenen Jahres wurde die Marke ganz knapp unterboten. Deutlicher war der Abstand im vergangenen Monat mit 977 660 Arbeitslosen.
Die positive Entwicklung macht sich mit Ausnahme von Berlin auch im Vergleich zu den westdeutschen Bundesländern bemerkbar - die Arbeitslosenquote ging nach den aktuellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit vom Mittwoch durchweg stärker zurück. Allerdings ist auch das Ausgangsniveau deutlich höher: Während im Westen im Juni 6,5 Prozent der Menschen arbeitslos waren, suchten im Osten 11,6 Prozent einen Job.
Im Jahresvergleich steht der Osten deutlich besser da als der Westen, in Thüringen ging die Zahl der Arbeitslosen gar um 17,1 Prozent zurück. «Die ostdeutsche Wirtschaft ist von der Struktur her stärker auf Dienstleistungen orientiert als auf Industrie», erläuterte Sabine Klinger vom Nürnberger Institut für Berufs- und Arbeitsmarktforschung die Gründe. «Damit ist die Betroffenheit von der Krise niedriger gewesen.»
Zudem habe gerade der Dienstleistungsbereich in der Abschwungphase bundesweit zugelegt. Hinzu kommt laut Klinger außerdem, dass der Geburtenrückgang in Ostdeutschland besonders stark ausgeprägt ist. Dadurch drängen weniger junge Arbeitskräfte auf den Markt - und häufig wandern diese noch dazu in den Westen ab.
Quelle: dpa
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Arbeitslosigkeit im Osten sinkt unter eine Million
Nachricht vom 02.07.2010
Die positive Entwicklung macht sich mit Ausnahme von Berlin auch im Vergleich zu den westdeutschen Bundesländern bemerkbar - die Arbeitslosenquote ging nach den aktuellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit vom Mittwoch durchweg stärker zurück. Allerdings ist auch das Ausgangsniveau deutlich höher: Während im Westen im Juni 6,5 Prozent der Menschen arbeitslos waren, suchten im Osten 11,6 Prozent einen Job.
Im Jahresvergleich steht der Osten deutlich besser da als der Westen, in Thüringen ging die Zahl der Arbeitslosen gar um 17,1 Prozent zurück. «Die ostdeutsche Wirtschaft ist von der Struktur her stärker auf Dienstleistungen orientiert als auf Industrie», erläuterte Sabine Klinger vom Nürnberger Institut für Berufs- und Arbeitsmarktforschung die Gründe. «Damit ist die Betroffenheit von der Krise niedriger gewesen.»
Zudem habe gerade der Dienstleistungsbereich in der Abschwungphase bundesweit zugelegt. Hinzu kommt laut Klinger außerdem, dass der Geburtenrückgang in Ostdeutschland besonders stark ausgeprägt ist. Dadurch drängen weniger junge Arbeitskräfte auf den Markt - und häufig wandern diese noch dazu in den Westen ab.
Quelle: dpa
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